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Archiv für den Monat Februar 2009

YouTube – Sardinha’s Club – Chorinho de Gafieira.

Nach längerer Zeit habe ich mir mal wieder das Songbook Choro vorgenommen. Zufällig aufgeschlagen habe ich diesen Chorinho na gafieira. Dieser Choro ist nicht besonderes schwierig zu spielen, das Tempo ist eher gemütlich.

Zwei Versionen habe ich bei youtube gefunden, die erste wurde aufgenommen bei der “Show do Sardinha’s Club” beim “Festival Sul Americano”. Die Melodie wird als erstes von Roberto Marquez an der Posaune gespielt. Später folgen Soli von Eduardo Neves an der Flöte und auch von Bernardo Bosísio an der 7-saitigen Gitarre. An der Bandolim spielt übrigens Rodrigo Lessa mit, der im Verlauf des Stückes ebenfalls ein schönes Solo spielt. Insgesamt handelt es sich um eine eher jazzige Version.

Die Zweite Aufnahme ist von der Art her ähnlich, wieder sind Flöte, Posaune und auch Klarinette beteiligt, die Musik steht aber etwas im Hintergrund, da im Vordergrund zu diesem Stück getantzt wird.

Show do Murmurando no Teatro José de Alencar, em 15 de julho de 2008…

Das SOngbook Choro enthält 97 typische Choros von verschiedenen Komponisten und ist eine gute Zusammenstellung um den Einstieg in die brasilianische Choro Musik zu machen.

Ich habe auf meiner Homepage im letzten Jahr eine Seite begonnen, wo ich nach und nach alle 97 Stücke des Songbuch Choro behandeln möchte, jeweils mit Links zu passenden yoputube Videos, mit Hinweisen zum Komponisten und anderen interssanten Dingen, die zu jeweiligen Stück passen.

Mandoisland – Songbook Choro

YouTube – La Tristezza D’Inverno by Alison Stephens.

Vor einigen Tagen hat Alison Stephens ein neues Video eingestellt. Es handelt sich um ein eine Life-Aufnahme von einem Konzert in Suffolk am 15. Februar 2009. Alison spielt ihre Komposition mit dem Titel La Tristezza D’Inverno – die Traurigkeit des Winters. Bei der Aufführung hat Alison ihre Embergher Mandoline verwendet.

Das Stück besteht zu einem großen Teil aus Akkorden die mit durchgleitenden Ab- und Aufschlägen gespielt werden, Akkorden und mehrstimmigen Spieltechniken – eine typische Technik der romantischen Mandoline, wie sie auch von Raffaele Calace und anderen Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts gerne verwendet wurden.

Ein schönes Stück für alle, die sich mit dieser Spieltechnik einmal befassen wollen. Dieses Stück und weitere Kompositionen von Alison Stephens wurden bei astute music veröffentlicht.

Ich habe vor einiger Zeit ein Stück aus dem Heft Six Excursions mit dem Titel Don’t Go Gregory – Variationen über ein Volkslied aus der Ukraine – als Video aufgenommen:

Youtube ist einfach toll, schaut euch mal das folgende Video an:

Victor (BW VE) 19758-B “Nola” (Felix Arndt) Victor Salon Orchestra; Nathaniel Shilkret, Director. First issued circa late 1925. Played on my VV-VIa.

Jethro Burns ist seit langem eines meiner großen Vorbilder. Und seine Aufnahmen und Notenausgaben waren schon immer eine wichtige Anregung für mein Mandolinenspiel. Eines der Stücke, das ich von Jethro gelernt habe ist Nola von Felix Anrndt. Er hat es auf seiner Solo LP Tea for One aufgenommen und kündigt es dort wie folgt an:

OK, this is my favorite mandolin tune, called Nola

Es hat mich immer gereizt dieses Stück zu spielen, und es ist auch möglich Noten für dieses Stück zu finden, denn Jim Garber hat die Noten auf seiner Seite mit 19th Century Tunes bereitgestellt.

Jethro Burns hat Nola für die Mandoline bearbeitet und hat diverse Doppelgriffe und Akkorde eingebaut – so ist daraus ein tolle Solostück für die Mandoline entstanden. Vor einigen Wochen habe ich mir die Aufnahme von tea for One noch einmal genauer angehört und habe das Arrangement von Jethro für mich aufgeschrieben und anschliessend geübt.

Ich habe es noch nicht perfekt drauf, aber ich habe gestern schon mal eine Aufnahme gemacht, die ganz ordentlich geworden ist. Diese Aufnahme habe ich gerade auf meine Homepage Mandoisland auf die Seite Aufnahmen hochgeladen. Wie gefällt euch das?

Gestern habe ich noch ein bisschen weiter nach Informationen über Felix Arndt und Nola gesucht. Das wichtigste findet man in einem Wikipedia Artikel über Felix Arndt. Nola wurde 1915 komponiert, und wie man an der youtube Aufnahme der alten Schallplatte sehen kann, war das Stück noch 1925 populär. Vielleicht wurde es also auch von amerikanischen Mandolinenorchestern gespielt.

Eine tolle Midi Version des originalen Klavierstückes Nola findet man übrigens bei Perfessor Bill – eine wahre Fundgrube für Freunde des Ragtime-Pianos. Ich werde demnächst mal suchen, ob sich noch andere Perlen dort finden lassen, die man ähnlich wie Nola von Felix Arndt von einem beliebten Klavierstück zu einer “favorite mandolin tune” bearbeiten kann.

Zum Schluss hier meine eigene Fassung von Nola:

Auf der Homepage von Muse Baroque fand ich eine interessante Zusammenstellung der Zupfinstrumente des Barock:


Luth, théorbe, chitarrone, archiluth, mandoline… De l’art d’en pincer pour les cordes

Hier findet man einige interessante Abbildungen von Laute, Theorben und auch von einer Mandoline.

Da ich vorhabe, meine Französischkenntnisse etwas aufzufrischen habe ich nach französischsprachigen Homepages zum Thema Musik gesucht, Muse Baroque war eine der interessanten Seiten, die ich gefunden habe. Auf der Homepage findet man auch immer wieder Musikbeispiele – es lohnt sich also auch für alle, die kein Französisch verstehen.

YouTube – Kepa Junkera – Huriondo.

Patrick Vaillant habe ich vor einigen Jahren mit einem Solo Konzert gesehen. Seine CDs gefallen mir sehr gut, besonders die CD Au Sud de la Mandoline. Patrick ist sehr vielseitig und spielt mit ganz verschiedenen Musikern zusammen. Sein Repertoire reicht von traditioneller Folklore über Choro und Jazz bis hin zur Musik von Erik Satie, auch eine CD mit einer Geschichte für Kinder hat er produziert.

Jetzt habe ich auch einige Videos gefunden, bei denen man Patrick mit seiner speziell für ihn angefertigten Mandoline sehen kann. Das erste Video zeigt ihn zusammen mit dem Akkordeonspieler Kepa Junkera, aber Patrick kann bei diesem Stück schön zeigen, was er auf dem Mandoline alles spielen kann.

Einige Videos zeigen nun auch einen Auftritt des Melonious Quartet vom vergangenen Dezember, gut gefällt mir das folgende, bei dem Patrick seine elektrische Mandoline spielt.

Melonious Quartet – Finale

Homepage des Melonious Quartet

In Südfrankreich findet seit einiger Zeit jedes Jahr ein Mandolinenfestival statt, mehr dazu auf der Homepage der Befreiungsfront für die Mandoline (Mandopolis – Le site du Front de Libération de la Mandoline)


Homepage Mandopolis

Homepage von Patrick Vaillant

YouTube – Hajo Hoffmann und Viomando – EdenVillage.


Immer wieder gibt es Überraschunegn – so ging es mir mal wieder mit Hajo Hoffmann – bisher hatte ich noch nichts von diesem Mandolinisten gehört, obwohl ich doch regelmäßig das Internet nach Mandolinespielern absuche.
Hajo Hoffmann hat seine Band Viomando genannt – er selbst spielt in dieser Gruppe auf einer viersaitigen Ovation Mandoline, weitere Mitglieder der Band sind Maik Schwanke, Achim Seifert und Joanna Suchon.
Hajo Hoffman spielt auch zusammen mit dem bekannten Liedermacher und Sänger Heinz Rudolf Kunze – auch davon findet man einige Videos, wobei Hajo Hoffmann allerdings Geige spielt.
Die Musik von Viomando erinnert mich etwas an die Stücke von Victor Solomin aus Kiev, von dem ich hier vor einiger Zeit berichtet habe.
Wer also gerne Jazz und Weltmusik auf der Mandoline hört, der sollte sich die Videos mit Hajo Hoffmann und seiner Gruppe Viomando einmal ansehen.

YouTube – Sarasate – Navarra. Russian Virtuosi Project.

Immer mal wieder höre ich gerne andere Zupfinstrumente, besonders die Domra ist ja sehr ähnlich zur Mandoline. Kürzlich habe ich mehrere ganz ausgezeichnete Videos mit zwei Domras gefunden.

Domras-Mandolins & Piano Trio
Alina Boguk, Tatiyana Kostyanaya
Irina Sharapova (piano)

http://www.classicalmusic.spb.ru/ruvirtuosi/

Stravinsky, Russian Dance – Russian Virtuosi Project

Mehr über diese Russian Virtuosi Project findet man auf der Homepage
Dort heisst es:
The Russian Virtuosi Project is a new musical team, created by the known Petersburg’s musicians. The trio is unique by the instruments and by repertoire. The combination of national instruments – Russian domras or Italian mandolins – and a classical piano gives surprising effect.
In trio’s repertoire are Russian and Italian national melodies, classical music and works of the contemporary composers.

Ein zweites Duo – die beiden Schwestern Zolotareff – spielt das immer wieder beliebte Rondo Alla Turca von Wolfgang Amadeus Mozart -
A concert in music school. 28.02.2008 Sestry Zolotarévy (sisters Zolotareff)

Domras/Домры (Mozart, Turkish march)

Beide Duos spielen wirklich sehr virtuos!

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